Archiv-Positionen


Mai 2017: Über 100 zivilgesellschaftliche Organisationen haben ein Statement unterzeichnet in dem sie ihre Solidarität mit afrikanischen Organisationen erklären, die sich dafür einsetzen dass die Africa Renewable Energy Initiative (AREI) nicht von Frankreich und Europäischer Komission unterminiert wird
Die AREI wurde im Zuge der UN-Klimaverhandlungen 2015 in Paris gegründet, um die Verfügbarkeit von erneuerbaren Energien am afrikanischen Kontinent voranzutreiben. Die Anfangsphase der Initiative verlief vielversprechend. Sie baut auf strengen sozialen und Umwelt-Standards auf und ist betont an den Bedürfnissen des Volkes orientiert, um Umweltzerstörung, Landgrabbing und Menschenrechtsverletzungen vorzubeugen. Nun haben aber beim letzten Board-Meeting der AREI Frankreich und die Europäische Kommission 19 Projekte durchgeboxt, die nicht mit den sozialen und ökologischen Grundsätzen der Initiative vereinbar waren. Diese Art von „Neo-Kolonialismus“ muss unterbunden werden, denn AREI soll eine rein afrikanische Initiative bleiben, die sich an den Bedürfnissen des afrikanischen Volkes und der Umwelt orientiert, nicht an den Profit-Interessen der Europäer.
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Mai 2017: Weiterer Brief an FAO: Walddefinition überarbeiten! Die UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation FAO hält weiterhin an ihrer Definition von Wald fest, welche auch Plantagen inkludiert und damit unter Anderem Monokulturen fördert.
FT Watch unterstützte bereits vergangenen November einen offenen Brief an die FAO, der eine engere Definition einforderte. Nachdem die FAO auf diesen Brief lediglich mit einer Einladung zum Gespräch reagiert hat, machen Organisationen weltweit erneut Druck.


März 2017: An die 300 Organisationen richten im März 2017 einen offenen Brief an den Green Climate Fund (GCF), in dem sie verlangen, dass die Staudammprojekte, dessen Finanzierung durch den GCF zur Diskussion steht, endgültig von deren Agenda gestrichen werden.
Speziell die drei Staudamm-Projekte „Qairokkum Hydropower Rehabilitation“ in Tajikistan, „Upper Trishuli“ in Nepal und „Tina River Hydro Project“ auf den Solomon Islands werden in dem Brief kritisiert. Die Projekte sind – wie die meisten großen Staudamm-Projekte – mit großen Risiken verbunden und ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen wurden nicht ausreichend studiert. Im Sinne seiner Vorreiterrolle als nachhaltig agierende Finanzinstitution, muss der GCF unbedingt von einer Verwicklung in derartige Projekte absehen!
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März 2017: Anfang April 2017 wird das 16te Treffen des Aufsichtsrates des Green Climate Funds (GCF) der Vereinten Nationen stattfinden. Über 180 internationale Organisationen haben zu diesem Anlass in einem offiziellen Schreiben verlangt, dass der GCF eine ethisch korrekte Investmentpolitik frei von fossilen Brennstoffen entwickeln und umsetzen muss.
Bei dem Treffen im April soll unter anderem darüber entschieden werden, zu welchen Bedingungen eine Institution permanenter Treuhänder des GCF werden kann. Wir fordern, dass es ein Treuhänder-Organ sein muss, das die Implementierung einer sozial und ökologisch fairen Finanzierungspolitik, die den Klimazielen und dem Pariser Abkommen gerecht wird. Der GCF sollte eine Vorreiterrolle darin einnehmen, Finanzierung fossiler Brennstoffe zu unterbinden und stattdessen in klimafreundliche Projekte zu investieren.
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März 2017: Die Japanischen Banken JBIC (Japan Bank for International Cooperation) und JICA (Japan International Cooperation Agency) wollen Finanzierung für 2 Kohlekraftwerke in West Java, Indonesien, bereitstellen. Die Japanische Regierung wird aufgefordert, dies zu unterbinden.
Am 23. März wurde der Japanischen Regierung eine von 280 internationalen Organisationen (darunter Finance and Trade Watch) unterzeichnete Petition übergeben, die einen Stopp der Finanzierung von Kohlekraftwerken und anderen umweltschädlichen Projekten verlangt. Konkret geht es in diesem aktuellen Fall um die Finanzierung des Ausbaus des Cirebon Kohlekraftwerkes (1,000 MW) und des Indramayu Kohlekraftwerkes (1,000 MW), beide in West Java, Indonesien. Die japanischen Banken JBIC und JICA haben in der Vergangenheit den Ausbau fossiler Brennstoffe schon stark genug vorangetrieben, und müssen endlich davon absehen, dies weiterhin zu tun.
Den vollständigen Petitions-Brief als Online-PDF lesen.


März 2017: Die asiatische Papierfabrik Asia Pulp and Paper (APP) ist dabei, Verträge mit einem neuen Zulieferer, PT. Bangun Rimba Sejahtera (PT BRS), auszuhandeln. Das Unternehmen PT BRS hat eine Betriebskonzession über eine Fläche, die zu 85% aus Land besteht, das bereits von der dort ansässigen Bevölkerung für deren Lebensunterhalt genutzt und bewirtschaftet wird.
Berichten zufolge würden 100.000 Menschen unter den Tätigkeiten von PT BRS leiden und 21 Dorfgemeinschaften haben sich bereits gegen die Präsenz des Unternehmens ausgesprochen. Würde die Konzession umgesetzt, riskiere APP unweigerlich eine Verschlechterung der Lebenssituation der Einwohner des Gebietes, soziale Unruhen und Landkonflikte. Zudem leistet das betreffende Gebiet im Süden Sumatras wichtige Ökodienstleistungen für das Umland und soll nicht der Papierproduktion zum Opfer fallen. Deshalb fordern die unterzeichnenden Organisationen APP auf PT BRS nicht als Zulieferer unter Vertrag zu nehmen.
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März 2017: Die BNP Paribas, eine der unmoralischsten Banken der Welt, hat Florent Compain, President von Friends of the Earth France, dafür verklagt, dass er an einer friedlichen Demonstration vor einer ihrer Filialen teilgenommen hat. Als Reaktion darauf, solidarisierten sich über 150 internationale Organisationen und unterzeichneten eine Anklage von BNP Paribas für deren kriminelles Wirtschaften.
In dem Anklagetext werden die Vergehen der Bank aufgelistet: Erwirtschaftung hoher Profite und Steuerhinterziehung durch Auslagerung vieler Geschäftsbereiche in Steueroasen, fortlaufendes Vorantreiben des Klimawandels durch Investitionen in Öl, Gas und Atomkraft sowie die Unterstützung von bekanntermaßen unmoralischen Unternehmen.
Der ganze Anklagetext ist online auf der Seite von Friends of the Earth nachzulesen.


Februar 2017: Zehn NGOs haben Anfang Februar 2016 einen offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments verfasst. Darin fordern sie die unbedingte Einhaltung der im MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) im Jahr 2014 verabschiedeten Regelungen bezüglich Lebensmittelspekulationen.
Im MiFID ll wurden erstmals strenge Richtlinien festgelegt, die „dem skandalösen, rein spekulativen Handel mit an Lebensmittel geknüpften Derivaten ein Ende gesetzt hätten“. Im Dezember 2016 wurden neue Standards für die Implementierung des Abkommens MiFID ll ausverhandelt, die die Richtlinien für Lebensmittelspekulation wieder aufweichen würden. Deshalb fordern wir gemeinsam das Parlament der Europäischen Union auf, das Versprechen wahr zu machen und Lebensmittelspekulationen zu unterbinden!
Hier der vollständige offene Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments.


Jänner 2017: Brief an Bundesregierung: SDGs in Österreich endlich umsetzen!
In einem Brief an die Regierung fordern 144 Organisationen, dass Österreich endlich eine Strategie für die Umsetzung der 17 Sustainable Development Goals (SDGs) vorlegt.
Im September 2015 hat Österreich gemeinsam mit den Staats- und Regierungschefs aller UN-Mitgliedstaaten beschlossen, den aktuellen ökologischen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen mit einem umfassenden und ambitionierten Plan zu begegnen. Sie verabschiedeten die 2030 Agenda für Nachhaltige Entwicklung. Die darin enthaltenen 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs), gelten für alle Länder. In Österreich fehlt allerdings bis heute eine nationale Strategie, wie diese Ziele umgesetzt werden können. In einem Brief an die Regierung fordern nun ÖKOBÜRO und 143 Organisationen der Zivilgesellschaft, dass etwas passieren muss und liefern konkrete Vorschläge für die nächsten notwendigen Schritte.
Den Brief als Online-PDF lesen
Link zur Presseaussendung von ÖKOBÜRO


November 2016: Über 500 Organisationen fordern Banken auf, Zahlungen zur Finanzierung der Dakota Access Pipeline einzustellen
In Solidarität mit dem Stamm der Sioux stellen sich weltweit zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter auch Finance & Trade Watch, gegen das Dakota Access Pipeline Projekt. Die neue Pipeline soll durch das Sioux Reservat „Standing Rock“ verlaufen und würde dort nicht nur heilige Grabstätten zerstören sondern auch das gesamte Ökosystem und das Grundwasser bedrohen. Zudem heizt jeder weitere Ausbau der fossilen Brennstoff-Industrie den globalen Klimawandel an. Deshalb werden die 17 Banken, die das Pipeline-Projekt mit einem 2,5 Milliarden Dollar Darlehen unterstützen, dazu aufgefordert, ihre Zahlungen umgehend einzustellen. Solange, bis alle Belange zur Zufriedenheit des Stammes der „Standing Rock Sioux“ gelöst werden konnten.
Brief als Online-PDF lesen


November 2016: Brief an Equator Principles Association bezüglich Klimaziele und Mitbeteiligung an der Finanzierung der Dakota Access Pipeline
Gleichzeitig mit der UN-Klimakonferenz in Marrakech, findet in London das jährliche Treffen der Equator Principles (=EP) Association  statt. Die EP Association kontrolliert die Einhaltung der Equator Principles, ein Regelwerk für Finanzinstitutionen um soziale und ökologische Risiken von Projekten abzuschätzen (mehr Informationen). Sie ist damit die größte Nachhaltigkeitsinitiative, die von 85 der weltweit größten Banken getragen wird. In diesem offenen Brief wird die Association dazu aufgefordert, sich ehrgeizige Klimaziele zu setzen und fest in ihrer Reglementierung zu verankern. Außerdem muss die Finanzierung des Dakota Access Pipeline Projektes gestoppt werden, solange nicht alle Belange zur Zufriedenheit des Standing Rock Sioux Stammes gelöst werden können.
Offenen Brief in englischer Sprache als Online-PDF lesen


November 2016: Brief an FAO: Walddefinition überarbeiten!
Die UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation FAO hält weiterhin an ihrer Definition von Wald fest, welche auch Plantagen inkludiert. FT Watch unterstützt einen offenen Brief an die FAO, der vom World Rainforest Movement vorangetrieben wird, und eine engere Definition einfordert. Dies wäre wichtig, um dem Trend von Monokulturen, der Abholzung biodiversitäts-reichhaltiger Wälder, sowie Land Grabbing entgegenzutreten.
Offenen Brief auf der Website des World Rainforest Movement lesen


November 2016: Unser Land ist mehr wert als CO2! Deklaration an die VerhandlerInnen bei der COP22
Die von der Schweizer bäuerlichen Vereinigung Confédération Paysanne und CCFD-Terre Solidaire entworfene Deklaration richtet sich an die bei der Klimakonferenz COP 22 vertretenen Parteien. Sie stellt sich gegen den Versuch, landwirtschaftliche Flächen über neue Klimaprogramme zu CO2-Speichern zu degradieren und damit ihren vorrangigen Nutzen, die Erzeugung von Lebensmitteln, in den Hintergrund zu stellen. Programme der Weltbank und UNO, wie Climate Smart Agriculture oder die „Initiative 4 per 1000“, verbinden Landwirtschaft und marktbasierten Klimaschutz, insbesondere Emissionshandel, was viele negative Konsequenzen mit sich bringt.
Deklaration als Online-PDF lesen


November 2016: Öffentlicher Brief an die „World Leaders“, die VerhandlerInnen der UN-Klimakonferenz, die Zielsetzungen der letztjährigen COP einzuhalten
Im vergangenen Jahr war bei der UN-Klimakonferenz COP21 in Paris gemeinschaftlich beschlossen worden, sich dafür einzusetzen, die globale Klimaerwärmung auf höchstens 2°C über vorindustriellem Niveau ansteigen zu lassen. Die Bemühungen, so der Konsens-Beschluss, sollten sogar soweit gehen, dass die Erderwärmung möglichst 1,5°C nicht überschreitet. Dafür wäre, laut neuester Studien, nicht nur ein Stopp des weiteren Ausbaus der Brennstoffindustrie notwendig, sondern es müssten sogar bereits laufende Projekte aufgegeben werden. Davon ist die Staatengemeinschaft aber weit entfernt. Deshalb nun der Appell internationaler zivil-gesellschaftlicher Organisationen an die globalen EntscheidungsträgerInnen, die Beschlüsse der COP21 wahr zu machen und den Energiewandel einzuleiten.
Link zu dem Offenen Brief


November 2016: Solidaritätsbekundung an verschiedene Behörden von Honduras nach der Deportation von Menschenrechtsaktivist Luis Díaz de Terán
Der Menschenrechtsaktivist Luis Díaz de Terán war am 25. Oktober bei seiner Einreise nach Honduras festgenommen und mit Gewalt außer Landes gebracht worden. Am 01.November 2016 ging ein offenes Schreiben an verschiedene honduranische Behörden sowie BotschafterInnen Deutschlands, Spaniens und der EU in Honduras, in dem 78 Organisation ihre Solidarität mit Luis Díaz de Terán und allen in Honduras tätigen MenschenrechtsaktivistInnen erklären. Die Migrationsbehörde wird aufgefordert, die rechtlichen Hintergründe der Deportation von Luis Díaz de Terán zu erklären und derartige Behinderungen von Menschenrechtsarbeit in Honduras in Zukunft zu unterlassen.
Hier den offenen Brief in spanischer Sprache lesen


Oktober 2016: Aufruf zu Aktionismus und zivilem Ungehorsam gegen Handelsabkommen wie TTIP und Co. TTIP Game Over!
TTIP Game Over! ist ein Aufruf zu breit angelegten zivilgesellschaftlichen Aktionen, friedlichem Widerstand und zivilem Ungehorsam, um Freihandelsabkommen wie  TTIP (TTIP = Transatlantic Trade and Investment Partnership) zu verhindern. Da solche Freihandelsabkommen soziale Rechte, Demokratie, das Klima und die Umwelt gefährden, ist es notwendig, dass soziale Bewegungen und Organisationen sich vereinen und klar Stellung beziehen.
Zur Website von TTIP Game Over


Oktober 2016: Lobbyletter für die österreichische Beteiligung an der Erarbeitung eines Instruments zur Kontrolle international agierender Konzerne
Mehrere österreichische Organisationen aus dem Bereich Menschenrechte und Umweltschutz haben einen Brief an den österreichischen Bundeskanzler Christian Kurz verfasst, in dem sie fordern, dass sich Österreich aktiv an der Intergovernmental Working Group (IGWG) des UN-Menschenrechtsrates beteiligt. Die 2014 ins Leben gerufene Arbeitsgruppe hat den Zweck, ein verbindliches Abkommen zur Regulierung transnationaler Konzerne (Treaty on transnational corporations and other business, kurz: TNC-Treaty) zu erarbeiten. Von 24. bis 28. Oktober findet die zweite Tagungsrunde der Arbeitsgruppe statt. Österreich und andere EU-Mitgliedsstaaten haben sich bis dato in diesem Prozess nicht sonderlich kooperativ gezeigt. In diesem Lobbyletter wird die österreichische Regierung aufgefordert, das zu ändern.
Lobbyletter als Online-PDF lesen
Und hier geht es zur zugehörigen Petition für Menschenrechte statt Profite


September 2016: ECAs dürfen nicht Mitglieder des Green Climate Fund werden!
Unzählige internationale Organisationen, darunter auch Finance & Trade Watch, verfassten einen offenen Brief an den Vorstand des Green Climate Fund (GCF). In dem Brief fordern sie den Vorstand des GCF dazu auf, beim vierzehnten Vorstandstreffen im Oktober 2016 endgültig zu beschließen, dass ECAs (Exportkreditagenturen) aus dem GCF kategorisch ausgeschlossen werden müssen, da deren Hauptunternehmenszweck von der Mission des Green Climate Fund abweicht bzw. ihr sogar widerspricht.
Vollständigen Brief als online PDF lesen


August 2016: Offener Brief an die Umweltministerin von Panama: Rücknahme der Nennung von Barro Blanco als Clean Development Mechanism Projekt
Mit der Aufforderung,  das sehr bedenkliche Barro Blanco Staudamm-Projekt in Panama als CDM-Projekt zurückzuziehen (CDM=Clean Development Mechanism – UN-Offset des Emissionshandels), hoffen die Unterzeichner*innen einen wichtigen Schritt in Richtung Klimagerechtigkeit zu erwirken. Wird die CDM-Bestätigung zurückgezoen, wäre das ein Präzedenzfall mit wichtigen Folgewirkungen für den Emissionshandel. Aber auch ganz konkret für die lokalen indigenen Gemeinden, deren Überschwemmung kurz bevorsteht.
Hier den offenen Brief lesen



Juli  2016: Brief von 331 Organisationen an die UNCTAD Mitgliedsstaaten
Vor Stattfinden der vierzehnten UNCTAD (United Nations Conference on Trade and Development) Mitgleidsstaaten-Versammlung im Juli 2016 in Nairobi wendet sich eine große Grupper internationaler zivilgesellschaftlicher Organisationen, darunter auch Finance & Trade Watch, mit einer Forderung an die Versammlungsteilnehmenden: Das zu beschließende Dokument muss sicherstellen, dass die UNCTAD dafür sorgt, dass Entwicklungsländer den weltweiten Handel zu ihrer eigenen wirtschaftlichen Entwicklung nutzen können.
Hier den offenen Brief lesen


Juni 2016: Der geplante Ausbau des Wiener Flughafens verstößt nicht nur gegen jegliche Klimaziele und -versprechungen Österreichs, sondern gefährdet auch eine Vielzahl an anderen schutzwürdigen Gütern.
Die österreichische Zivilgesellschaft spricht sich gegen den Ausbau aus, da dadurch der Klimawandel verstärkt, Lebensräume für Pflanzen und Tiere zerstört, stadtnahe Landwirtschaft verhindert würde, eine enorme Investition öffentlicher Gelder und eine erhebliche Zunahme von Fluglär und Schadstoffen besonders im Wiener Raum zu erwarten ist. Klar ist, dass die Ausbaupläne privaten Profiten dient, auf Kosten der Allgemeinheit. Deshalb setzt sich eine aktuelle Kampagne für den Stopp des Ausbaus, eine Verringerung des Flugverkehrs statt Greenwashing, globale Verantwortung und Klimagerechtigkeit ein.
Hier das Positionspapier und Kampagneninfos lesen


Juni 2016: Die EU Kommission arbeitet zur Zeit an einem Gesetzesentwurf zur Landnutzung in der EU mit weitreichenden Konsequenzen auch außerhalb ihrer eigenen Grenzen.
In einem offenen Brief richtet sich eine Vielzahl an Organisationen an EU Klima- und Energie-Kommissar Arias Cañete, um eine unabhängige Zielsetzung im Bereich der Landnutzung auf EU Ebene (proposal on land use, land use change and forestry; LULUCF) zu veranlassen. Die enorme Wichtigkeit von Wäldern, Feuchtgebieten und ähnlichen Ökosystemen und deren unzählige lebensnotwendige Synergie-Effekte werden dabei hervorgehoben, denn mit dem bevorstehenden Gesetzesentwurf besteht  die Möglichkeit, eine besondere Vorbildwirkung dieser EU Entscheidungen mit weitreichende Konsequenzen auszuüben. Dabei dürfen Kohlenstoffspeicher wie Wälder und Böden keinesfalls als Platzhalter für industrielle Treibhausemissionen umfunktioniert werden. Ansonsten könnten Wälder und Böden  als CO2-speicher dazu verwendet werden, in anderen Bereichen die Zielsetzungen niedriger anzulegen: defakto eine Art „Ablasshandel“. Eine eigenständige Zielsetzung würde die besondere Rolle der Landnutzung für die Lebensweise eines großen Teils der Weltbevölkerung hervorheben und kann dazu beitragen, dass das Recht auf Nahrung, Lebensmittelsicherheit, die Rechte Indigener, Biodiversität, sicheres Trinkwasser, saubere Luft, sowie zahllose andere Lebensgrundlagen besser abgesichert werden.
Hier den offenen Brief lesen


Juni 2016: 130 internationale Organisationen (darunter FTWatch) fordern die Niederländische Ratspräsidentschaft des EU-Ministerrats sowie alle Mitgliedsstaaten auf, sich auf eine verbindliche und ehrgeizige Konfliktmineralien-Verordnung zu einigen.
Konfliktmineralien finden in vielen Gegenständen des täglichen Gebrauchs Verwendung und kommen meist aus Konflikt- bzw. Krisengebieten. Eine ernst gemeinte Konfliktmineralien-Verordnung muss sicherstellen, dass europäische Unternehmen entlang ihrer gesamten Zuliefererkette darauf achten, keine Mineralien aus fraglichen Quellen zu beziehen und damit Menschenrechtsverletzungen und Gewalt zu fördern.
Positionspapier in englischer Sprache als PDF lesen


Juni 2016: Nachdem der Green Climate Fund als neues Instrument der Finanzierung durch den UNFCCC nun einsatzfähig ist, wäre es an der Zeit, die Klimainvestitionsfonds (CIF – Climate Investment Funds) aufzulösen.
Im Gegensatz zu den der Weltbank zugeordneten Klimainvestitionsfonds, wurde der Green Climate Fund anhand der Richtlinien der Klimarahmenkonvention (UNFCCC – United Nations Framework Convention on Climate Change) eingerichtet. Er wird von Vertretern der Entwicklungs- und Industrieländer gleichermaßen geleitet und verfolgt eine Länder orientierte Politik, die besondere Rücksicht auf die Bedürfnisse von Entwicklungsländern nimmt. Sein oberstes Ziel ist die leichtere Verfügbarkeit von finanziellen Mitteln für Entwicklungsländer. Jegliche Ressourcen der Staatengemeinschaft, die an den Klimainvestitionsfond gerichtet werden, sollten von nun an dem Green Climate Fund zur Verfügung stehen.
Den offenen Brief auf der Seite von Friends of the Earth lesen


April 2016: Zum Start der Brandsaison in Südostasien fordern NGO’s die Finanzaufsichtsbehörden auf, Strafen für Banken zu verhängen, die durch ihre Finanzdienstleistungen Abholzungen fördern.
Kommerzielle Banken aus Indonesien, Malaysien, Singapur, Japan, Europa und den USA sind die größten Geldgeber für den Ausbau der Palmöl- und Papier-Industrie. Damit fördern sie auch die mit der Abholzung einhergehenden Feuerereignisse und Umweltkatastrophen. Die Unterzeichner dieses Positionspapiers, darunter Finance and Trade Watch, fordern die Regierungen auf, Unternehmungen, die mit Feuer in Verbindung stehen, nicht durch Kredite oder andere Finanzdienstleistungen zu unterstützen.
Positionspapier in englischer Sprache als PDF lesen


März 2016: Die drei Finanziers des umstrittenen und gewaltbehafteten Agua Zarca Staudamm-Projektes in Honduras werden aufgefordert sich komplett und dauerhaft aus dem Projekt zurückzuziehen
Nach dem Mord an zwei AktivistInnen (Berta Cáceres und Nelson Garcia) der gemeinnützigen Organisation COPINH, die sich unter Anderem gegen das Staudamm-Projekt Agua Zarca stark machten, haben 2 der drei großen Finanziers, FMO und Finnfund, zugesagt, von der Finanzierung des Projektes abzusehen. Finance and Trade Watch und viele andere Organisationen fordern FMO, Finnfund und CABEI in einem Positionspapier nochmals auf, sich aus diesem Projekt, das über Jahre mit Einschüchterungen und Gewalt verbunden war, dauerhaft und zur Gänze zurückzuziehen.
Positionspapier auf der Website von Bank Track lesen


März 2016: Plan der Flugverkehrs-Industrie, durch Offsets ein „CO2-neutrales Wachstum“ zu ermöglichen, lenkt nur von Notwendigkeit ab, Emissionen zu reduzieren.
Der internationale Flugverkehr verfolgt bis dato keine offiziellen Ziele zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen. Es wird prognostiziert, dass mit der derzeitigen Entwicklung bis 2050 Emissions-Steigerungen von bis zu 700 Prozent zu erwarten sind. Beginnend mit September 2016 sollen von der ICAO (International Civil Aviation Organization) Maßnahmen gesetzt werden, um bis 2020 CO2-neutrales Wachstum der Flugindustrie zu gewährleisten. Dies soll hauptsächlich durch Emissionshandel geschehen, wodurch die Flug-Industrie nicht gezwungen ist, selbst tatsächlich Emissionen einzusparen. In diesem Positionspapier verlangen die UnterzeichnerInnen von der ICAO einen Strategie-Plan zur tatsächlichen Senkung der Emissionen durch den Flugverkehr vorzulegen und umzusetzen.
Positionspapier als PDF-Dokument lesen


November 2015: Emissionshandel hilft nicht, Treibhausgase zu reduzieren und schafft auch keinen wirtschaftlichen Mehrwert um lokale Gemeinschaften zu unterstützen
Dieses von 57 internationalen Organisationen, darunter Finace & Trade Watch Österreich, unterschriebene Positionspapier, zweifelt an, dass Emissionshandel jemals positive Auswirkungen auf Regierungen, Wälder und BewohnerInnen des globalen Südens haben wird. Emissionshandel ist kein geeignetes Instrument zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und missachtet die wichtige Rolle, die lokale Bevölkerungsgruppen im Schutz der Wälder spielen.
Positionspapier als online-PDF lesen


November 2015: Positionspapier des World Rainforest Movement gegen REDD+ und andere „environmental services“
Aufgrund der Ergebnisse des Peoples’s Summit on Climate Change und der UN-Klimaverhandlungen, COP20, im Dezember 2014 in Lima, Peru, sprechen sich über 100 Organisationen und soziale Bewegungen im Hinblick auf die COP21, die diesjährigen UN-Klimaverhandlungen in Paris, gemeinsam gegen REDD+ und ähnliche „Umweltschutz-Maßnahmen“ aus. Unter ihnen auch Finance and Trade Watch.
Das Positionspapier weißt darauf hin, dass Mechanismen wie REDD+ den Kampf gegen Kapitalismus und Industrie und den Schutz der Natur untergraben.
Positionspapier als online-PDF lesen


Oktober 2015: Brief an das BMeiA: Forderung eines rechtsverbindlichen Instruments zur Regulierung von TNCs
12 Organisationen, darunter auch Finance & Trade Watch, haben im Oktober ein Schreiben an das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres gerichtet, das zur Unterstützung der Bestrebungen des Menschrechtsrates hin zu einem rechtsverbindlichen Instrument zur Regulierung von transnational corporations (TNCs) aufruft.
Den Brief als PDF lesen


Oktober 2015: Aufforderungsschreiben an BNP Paribas seiner Verantwortung als Sponsor der COP21 nachzukommen und den Paris Pledge zu unterzeichnen
BNP Paribas, eine der größten Kohleprojekte finanzierenden Banken weltweit ist Sponsor der COP21 Klimaverhandlungen in Paris. Finance & Trade Watch hat im Oktober gemeinsam mit anderen Organisationen ein Schreiben an den CEO des Unternehmens unterzeichnet, in dem dieser dazu aufgefordert wird, den Paris Pledge zu unterzeichnen. Im Zuge des Paris Pledge werden Banken weltweit aufgefordert bis sechs Monate nach der Klimakonferenz in Paris einen Kohleausstiegsplan vorzulegen. Damit soll auch die BNP Paribas ihr Energie Portfolio ihrer Verantwortung entsprechend gestalten, weg von fossilen Brennstoffen und hin zur Finanzierung von Energieeffizienz und nachhaltigen Energien.
Den Brief an den CEO von BNP Paribas als PDF lesen


Oktober 2015: Statement vom Treffen verschiedener InteressensvertreterInnen zur Rettung des Mekong
Am 23. und 24. September, haben sich 15 Vertreter lokaler Gemeinschaften aus Kambodscha, Vietnam und Thailand, sowie 10 zivilgesellschaftliche Organisationen in der Nakorn Nayok Provinz, Bangkok, Thailand, getroffen und ein Statement an die Regierungen verfasst.
Zum Statement auf der Seite von der Foundation for Ecological Recovery
Zur Website der Save the Mekong Coalition


Oktober 2015: Klimafond für Entwicklungsländer im globalen Süden
Im Oktober wurden in einem offiziellen Schreiben, das von etlichen Organisationen unterstützt wurde, die zuständigen Minister der verschiedenen UN-MItgliedsstaaten zur Beachtung einiger wichtiger Punkte in Hinblick auf den Klimafinanzierungsfonds aufgerufen. Das Schreiben wurde als Stellungsnahme zum “Joint Statement on Tracking Progress Towards the $100 billion Goal” verfasst, welches am 6.September veröffentlicht worden war. In dem Schreiben wird unter Anderem volle Transparenz, Messung und Überprüfung der Finanzierung durch den UNFCCC gefordert, sowie auch die Sicherstellung, der direkten Zahlungen an Entwicklungsländer und Garantie, dass der Fonds ausschließlich durch öffentliche Gelder finanziert werden darf.
Schreiben als PDF lesen


Oktober 2015: Offener Brief: Forderung nach Mechanismus zur Einhaltung der Menschenrechte bei CDM-Projekten
98 Netzwerke, Organisationen und Bürger_innen, darunter Finance & Trade Watch, unterzeichneten Anfang Oktober den von Carbon Market Watch initiierten offenen Brief an den Clean Development Mechanism (CDM)-Ausschuss. Sie fordern darin, dass bei CDM-Projekten unabhängige Rechenschafts-Mechanismen eingeführt werden, die den Schutz der Menschenrechte, der Umwelt und der nachhaltigen Entwicklung sicherstellen.
Zum offenen Brief auf der Seite von Carbon Market Watch


Juli 2015: NGOs fordern Beteiligung Österreichs an verbindlichem, menschenrechtlichen Abkommen über transnationale Konzerne
Anfang Juli tagte eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe des UN-Menschenrechtsausschusses, die zur Erarbeitung eines rechtsverbindlichen Instruments zur Regulierung von Aktivitäten transnationaler Konzerne und anderer Unternehmen im Hinblick auf die Einhaltung von Menschenrechtsstandards eingesetzt wurde. In einer Stellungnahme des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Treaty Alliance“ werden alle Regierungen zur konstruktiven Teilnahme am Treffen aufgefordert, was Österreich durch die Teilnamne zumindest teilweise erfüllte. Die Stellungnahme wurde gemeinsam mit einem österreichischen NGO-Brief an den österreichischen Außenminister Sebastian Kurz übermittelt.
Zur Stellungnahme des zivilgesellschaftlichen Bündnisses Treaty Alliance
Zum Brief an Außenminister Sebastian Kurz
Weitere Informationen auf der Webseite der AG Globale Verantwortung


Juni 2015: Internationaler Aufruf gegen Fracking
Finance & Trade Watch hat heute den „internationalen Call gegen Fracking“ unterzeichnet. Der Aufruf ist an politische Entscheidungsträger*innen gerichtet, die folgende Positionen zum UN-Klimagipfel nach Paris tragen sollen: Fracking verbieten, fossile Brennstoffe im Boden zu belassen und den Umstieg auf 100% erneuerbare Energien.
Den gesamten internationalen Call gegen Fracking lesen

Juni 2015: Brief von globalen zivilgesellschaftlichen Organisationen an Mitglieder der WTO unterzeichnet
Mitte Dezember sollen bei einer Ministerialkonferenz in Nairobi einige höchst problematische Entscheidungen zu Freihandel gefällt werden. Der Brief, der von ACP Civil Society Forum, Arab NGO Network for Development, LDV Watch und Pacific Network on Globalization verfasst wurde, kritisiert die undemokratische Vorgehensweise bei den Verhandlungen, in deren Folge alle LCDs (Least Developed Countries) davon ausgeschlossen sind. Er fordert stattdessen die Abkehr von immer neuen Liberalisierungen des Welthandels.
Den Brief als PDF lesen

Mai 2015: Positionspapier System Change, not Climate Change!
Im Positionspapier System Change, not Climate Change! 12 Schritte gegen Klimawandel und für Klimagerechtigkeit werden die Ursachen des menschengemachten Klimawandels benannt und Schritte zu dessen Bekämpfung präsentiert.
Zur Klima-Seite auf unserer Homepage


Mai 2015: Die „Green Bonds Principles“ müssen bei Transparenz aufholen
Einem offenen Brief von verschiedenen NGO’s zufolge, den auch Finance & Trade Watch unterzeichnet hat, müssen die Bonds bei der Veröffentlichung von essentiellen Informationen aufholen, die der Öffentlichkeit bisher vorenthalten werden.
Zum Artikel auf der Seite von Bank Track


Oktober 2014: Offener Brief an EU-Umweltkommissar Potočnik
67 Organisationen und 9 279 Einzelpersonen unterzeichnen den Brief gegen Biodiversitäts-Offsetting.
Zum Beitrag

Oktober 2014: Santa Rita Kampagne
ECA Watch Österreich unterzeichnet den Brief an die UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigener Völker, Victoria Tauli-Corpuz. Darin wird um Unterstützung für die indigenen Völker, die vom Santa Rita Staudammprojekt bedroht sind, gebeten.
Zum Beitrag

September 2014: Globales zivilgesellschaftliches Positionspapier im Vorfeld des Ban-Ki-moon-Klimagipfels unterzeichnet
Mobilize and organize to Stop and Prevent Planet Fever! – von über 300 Organisationen weltweit unterzeichnet.
Zum Positionspapier (Englisch)

Juni 2014: Globale Vision für Nachhaltigkeit in Papierkonsum und -wirtschaft
Als Teil des weltweiten zivilgesellschaftlichen Netzwerks „Environmental Paper Network“ unterstützt ECA Watch Österreich die Globale Vision für Nachhaltigkeit in Papierkonsum und -wirtschaft.
Zum Beitrag
Die Globale Vision für Nachhaltigkeit in Papierkonsum und -wirtschaft als PDF lesen (Deutsch)

Mai 2014: NGOs fordern klare Haltung Österreichs im UN-Menschenrechtsrat
ECA Watch setzt sich für das verantwortungsvolle Handeln von österreichischen Unternehmen im Ausland, für international verbindliche Regelung zu Wirtschaft und Menschenrechten ein.
Zum Beitrag

April 2014: Deklaration „Nein zu Biodiversitäts-Offsetting“ unterzeichnet
Überall auf der Welt sind Ökosysteme und darin lebende Gemeinschaften von großen Infrastrukturprojekten, extraktiven Industrien und neuen Finanzmärkten bedroht. Um diese Aktivitäten zu ermöglichen, fördern öffentliche und private Instanzen neue Modelle, um die dadurch entstehenden Umweltauswirkungen “offzusetten“, bzw. zu kompensieren.
Die gesamte Deklaration lesen (Deutsch)

Juli 2013: Deklaration gegen den EU-Emissionshandel unterzeichnet
Das Emissionshandelssystem der EU (European Union Emission Trading Scheme, EU-ETS) hat versagt. Auf der Logik des Freien Markts basierend, trägt es zu einer Weiterführung unseres unnachhaltigen ökonomischen Systems bei, das von fossilen Brennstoffen abhängig ist. Es hat nicht nur die am stärksten verschmutzenden Industrien entlastet, sondern auch zu unerwarteten Einkünften für die eurpäische Großindustrie geführt, während sich gleichzeitig die Klimaschulden Europas gegenüber dem Globalen Süden erhöhen. Daher hat ECA Watch Österreich die Deklaration gegen den EU-Emissionshandel, „Scrap ETS“, des gleichnamigen Netzwerks unterzeichnet.
Zur Seite des Netzwerks Scrap ETS