Überblick

Immer wieder beteiligen sich österreichische Unternehmen, Kreditgeber sowie private und öffentliche Versicherer an besonders folgenschweren Exportprojekten. Das Streben nach Profit, Shareholdervalue oder Marktdominanz scheint für sie in diesen Fällen jegliches Verantwortungsbewusstsein, wie auch internationale Umwelt- und Menschenrechtsstandards außer Kraft zu setzen.

Internationale Organisationen wie die OECD und die UNO haben Leitlinien für umwelt- und sozialverträgliche Exporte ausgearbeitet. Auch haben viele multinationale Unternehmen unter dem Stichwort „Corporate Social Responsibility“ (CSR) zahlreiche Bekenntnisse zu ethischem Wirtschaften gemacht. All dies sind positive Entwicklungen, zeigen aber nur sehr geringe Wirkung. Unverbindliche Empfehlungen wie diese werden weder offiziell kontrolliert, geschweige denn im Fall eines Zuwiderhandelns, sanktioniert.

Letzten Endes können ausschließlich klare, verpflichtende Umwelt- und Menschenrechtsstandards sicherstellen, dass sich der österreichische Staat nicht mit Steuergeldern an desaströsen Exportprojekten beteiligt.

Gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen setzen wir uns gegen solche Umwelt- und Menschenrechtsverbrechen ein. Finance and Trade Watch arbeitet aktuell zu den nachfolgend aufgelisteten Projekten bzw. verantwortungslosen Unternehmen.

Umfangreiche Listen international geächteter „Dodgy Deals“ finden sich auch auf der Webseite unserer Partner-Netzwerke BankTrack und ECA Watch international.

Fragwürdige Projekte mit österreichischer Beteiligung:

Xayaburi Staudamm (Laos)

Belo Monte Staudamm (Brasilien)

Ilisu-Staudamm (Türkei)

Bell Bay Pulp Mill – Tasmanien (Australien)

Rio Madeira Staudammprojekte (Brasilien)

Austrian Medical Waste Projekt (Philippinen)

Asia Pulp and Paper (Indonesien) / Papierfabrik Indah Kiat (Indonesien)

Papierfabrik IIU / Toba Pulp Lestari (Indonesien)

 

Dodgy Deals Archiv