FMO und Finnfund wollen sich aus Agua Zarca Projekt zurückziehen

Die holländische Entwicklungsbank FMO, und die finnische Finanzinstitution Finnfund, haben verkündet, dass sie sich endgültig aus dem sehr umstrittenen Agua Zarca Projekt in Honduras zurückziehen wollen.

Nachdem ein Gericht in Honduras am 8. Mai beschlossen hatte, Strafen über 4 Verdächtige zu verhängen, die mit dem Tod von Berta Cáceres in Verbindung gebracht werden, reagierten die 2 Finanzdienstleister mit ihrem Rückzug aus dem Projekt.

Berta Cáceres war am 02. März 2016 nach einem jahrelangen Kampf gegen das Agua Zarca Staudamm-Projekt am Gualcarque Fluss ermordet worden. Der Konflikt um das Projekt hat mehrere Menschenrechtsverletzungen und einige Todesfälle mit sich gebracht, darunter bereits 2013 den Mord an Tomas Garcia (Hintergrundinformationen und die Solidaritätsbekundung von Finace and Trade Watch).

Als Geldgeber des Projektes werden FMO und Finnfund von der Zivilgesellschaft auch mitverantwortlich für die mit Agua Zarca verbundenen Gewalttaten gemacht. Nun soll der „verantwortungsvolle Rückzug“ aus dem Projekt mithilfe einer unabhängigen Expertenkommission geplant werden.

Mehr Informationen sowie die von internationalen NGOs (darunter auch FTWatch) unterzeichnete Petition für den Rückzug aus Agua Zarca finden sich auf der Website von Bank Track:
Civil society response on announcement European financiers to ‘seek to exit’ Agua Zarca project