Globale Konferenz über Biodiversitäts-Offsets

Von 3.-4. Juni findet in London die erste globale Konferenz „To No Net Loss of  Biodiversity and Beyond“ statt. Ziel ist, „Vertreter von Firmen, Finanzinstitutionen, Regierungen und Zivilgesellschaft zusammenzubringen“, um Mechanismen zur Erreichung von „keinem Netto-Verlust und vorzugsweise einen Netto-Gewinn an Biodiversität“ aufzuzeigen. Gemeint ist damit hauptsächlich das höchstumstrittene Biodiversitäts-Offsetting.

Die Konferenz wird organisiert vom Business and Biodiversity Offsets Programme BBOP, einem Netzwerk wichtiger Konzerne, Finanzinsitutionen, Regierungsagenturen und großer Umweltschutzorganisationen.

Am 2. Juni findet aus diesem Grund in London ein Gegenforum mit dem Namen „Forum on Natural Commons“ statt. Eine Vielzahl von NGOs, Adademiker*innen, Aktivist*innen, Journalist*innen und Interessierte treffen zusammen, um die Gefahren rund um Biodiversitäts-Offsetting aufzuzeigen und sich über effektivere Maßnahmen zum Schutz vom Gemeingut Natur auszutauschen.

Die Kritik an Biodiversitäts-Offsets, welche das Projekt „Finance & Trade Watch“ teilt, ist, dass sie bestehende Naturschutzregulierungen aufweichen könnten und dass Projekte, die Naturzerstörung nach sich ziehen (wie Straßenbau, Bergbau, etc.) durch Offsets teilweise erst ermöglicht werden. Außerdem setzen sie eine (realistisch nicht durchführbare) Berechnung und monetäre Bewertung von komplexen Ökosystemen voraus, welche Natur in eine Ware verwandelt, die im Anschluss am (Finanz-)Markt gehandelt werden kann.

Weitere Informationen
…über Biodiversitäts-Offsetting befinden sich hier.
…über Hintergründe zum Forum in London in einem Artikel von Hannah Mowat (FERN).