Neue Berichte von Fern: Brennholz als Energiequelle ist keine Lösung für Klimawandel

Die Umweltschutzorganisation Fern hat aktuell zwei Berichte über die Nutzung von Holz zur Energiegewinnung herausgebracht. Die Berichte zeigen auf, dass die Verwendung nachwachsender Rohstoffe nicht automatisch als CO2-neutral oder nachhaltig angesehen werden kann.

A dangerous delusion - Quelle: Fern

Nicht nur weil bei der Verbrennung von Holz ebenso CO2 ausgestoßen wird, wie es bei der Verbrennung fossiler Energieträger der Fall ist, ist der Trend zum Ausbau des Sektors der nachwachsenden Rohstoffe mit größter Vorsicht zu genießen. Schlechtes Forstmanagement und Überrodung führen zu einem hohen Biodiversitätsverlust, während gleichzeitig die CO2-Senke „Wald“ (ein Ökosystem, das in der Lage ist, CO2 zu binden) zerstört wird und kahl geschlägerte Flächen wiederum Klimagase absondern. Auch die Treibhausgas-Emissionen, die bei Anbau, Verarbeitung und Transport von Biomasse in teilweise beträchtlichem Ausmaß anfallen, werden meist außer Acht gelassen.

Der am 16.Oktober 2016 von Fern veröffentlichte Bericht „Burning trees for energy is no solution to climate change“ erklärt leicht verständlich die verschiedenen Gründe, warum der forcierte Anbau von Biomasse zur Energiegewinnung den Klimawandel anheizt statt ihn zu stoppen.
Bericht in englischer Sprache als Online-PDF

Am 20.Oktober 2016 gab Fern einen weiteren Bericht heraus, der das Thema noch weiter beleuchtet. In „A dangerous delusion: Debunking the myths around sustainable forests and the EU’s bioenergy policy“ geht es um die politischen Strategien und Hintergründe der nachhaltigen Forstwirtschaft (Sustainable Forest Management – SFM) in Europa.
Bericht in englischer Sprache als Online-PDF