Santa Rita-Kampagne gegen das Megastaudammprojekt in Guatemala

ECA Watch Österreich unterzeichnet den Brief an die UN-Sonderberichterstatterin für die Rechte indigener Völker, Victoria Tauli-Corpuz. Darin wird um Unterstützung für die indigenen Völker, die vom Santa Rita Staudammprojekt bedroht sind, gebeten.

Im Juni 2014 wurde das Megastaudammprojekt Santa Rita in Guatemala vom CDM Executive Board zugelassen. Zu dieser Zeit lagen bereits schwerwiegende Bedenken wegen Verletzung der Menschenrechte der indigenen Q’eqchies Gemeinschaften vor.

Nach Berichten von zivilgesellschaftliche Gruppen aus Guatemala und lokalen Medien, startete das Innenmisisterium von Guatemala am 15. August 2014 einen gewaltsame Operation gegen 160 Q’eqchies Gemeinschaften. Diese blockierten den den Staudammbau, weil sie direkt davon betroffen waren. Infolge des Polizeieinsatzes wurden drei Menschen getötet, 50 verletzt und 30 verhaftet.

Das Sanata Rita Wasserkraftwerk ist eines von drei Projekten im Bau am Icbolay Fluss und in der Gemeinde Corbán, in der Regiona Alta Verapaz. Seit 2010 hat eine Vielzahl von Gemeinschaften, die vom Projekt betroffen sind, ihren Einspruch gegen den Bau des Wasserkraftwerks in ihrem Gebiet eingelegt. Den Gemeinschaften zufolge wurden viele der Betroffenen nie konsultiert, obwohl die „Guatemalan Agreement on Identity and Rights of Indigenous Peoples“ und die Regeln des CDM Zulassungsprozesses dies vorschreiben.

Mehr Informationen zur Kampagne auf der Seite von Carbon Market Watch