Wer wir sind

Finance & Trade Watch (FT Watch) ist ein gemeinnütziger Verein für Bildung, Umwelt und Menschenrechte mit Sitz in Wien. Als Nichtregierungsorganisation (NGO) überprüfen wir dominante Wirtschaftspraktiken und -politiken auf ihre umwelt- und menschenrechtlichen Auswirkungen und treiben sozial-ökologische Alternativen voran. Wir betreiben eigenständige Kampagnen- und Bildungs-, und anwaltschaftliche Arbeit.

Zudem verstehen wir uns als NGO-Knotenpunkt, der die Umwelt-, Menschenrechts- und entwicklungspolitische Expertise verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure in Österreich zu den Themen Finanzwirtschaft und internationaler Handel bündelt. Wir arbeiten sowohl mit NGOs und zivilgesellschaftlichen Initiativen und Bewegungen in Österreich als auch in anderen Ländern des globalen Nordens und Südens zusammen.

Ursprünglich in den 1990er-Jahren als Plattform mit dem Ziel der Reform des öffentlichen österreichischen Exportfinanzierungssystems und der österreichischen Exportkreditagentur (ECA) OeKB gegründet, wurde diese im Jahr 2008 im Zuge unserer Kampagne gegen den Ilisu-Staudamm in der Türkei zu einem eigenständigen Verein namens „ECA Watch Österreich“. Im Jahr 2015 wurde der Verein aufgrund der Verbreiterung unserer Themenschwerpunkte in Finance & Trade Watch umbenannt.

Unsere Tätigkeiten umfassen einerseits die „Watch“-Funktion des österreichischen Exportfinanzierungssystems sowie bedenklicher Projekte österreichischer Unternehmen. Mehr dazu unter: Wirtschaft-Umwelt-Menschenrechte

Andererseits leisten wir seit 2013 kritische Arbeit zur „Finanzialisierung der Natur“. Damit ist die zunehmende Macht von Finanzmärkten auf „Natur“ gemeint, die mit der ökonomischen Bewertung und zur-Ware-Machung natürlicher Güter und Leistungen – häufig im Rahmen von problematischen Klima- und Umweltschutzstrategien – einhergeht und welche Privatisierung, Land Grabbing und weitere menschenrechtlich bedenkliche sowie umweltschädliche Konsequenzen hat. Lesen Sie mehr unter: Finanzialisierung der Natur

Da diese gefährliche Entwicklung eng mit scheinbar „grünen“ Projekten (mit der Green Economy) und Klimaschutzprogrammen zusammenhängt, rückte seit 2014 auch das Feld Klimapolitik, bzw. Kritik an falschen Klimalösungen (und das Aufmerksam machen auf tatsächliche Lösungen), in den Vordergrund. Aus diesem Grund wurde 2015 in Zusammenarbeit mit einigen unserer Partnerorganisationen die Kampagne „System Change, not Climate Change!“, gestartet. Mehr dazu unter: Klima.